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02. April 2026
Antrag auf Erschiessungskommando abgelehnt Soeben hat uns Michael Nance mitgeteilt, dass sein Antrag auf Erschiessung abgeglehnt wurde. Aufgrund seiner schwierigen, körperlichen Situation, er ist wirklich sehr krank, ist zu befürchten, dass eine Exektion mittels Injektion große Probleme verursacht und er extrem dabei leiden muss. Allein schon, weil es sehr schwierig bis unmöglich erscheint bei ihm eine geeignete Vene zu finden... Momentan ist er mehrfach gestürzt und leidet unter schlimmen Schmerzen. Soweit wir informiert sind, scheint er auch unter Knochenkrebs zu leiden. Peter K. |
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18. Februar 2025
Michael Nance beantragt Erschießung und Richter hält aber tödliche Injektion für „in Ordnung“ Pervertierte Justiz In einem Fall, der die Absurdität und Grausamkeit des amerikanischen Justizsystems deutlich macht, verlor Michael Nance einen Prozess, in dem er versuchte, seine Hinrichtung durch die Giftspritze zu verhindern. Nance, der seit Jahrzehnten im Todestrakt von Georgia sitzt, argumentierte, dass er aufgrund seiner körperlichen Verfassung bei der Giftspritze extreme Schmerzen erleiden würde. Stattdessen beantragte er, durch Erschießen hingerichtet zu werden – eine Methode, die in Georgia nicht legal ist. Es ist nicht nur eine juristische, sondern auch eine moralische Bankrotterklärung und ein erschütterndes Beispiel für die Perversion der Justiz, dass der Bundesrichter seinen Antrag ablehnte, denn wenn dem Antrag zugestimmt worden wäre, hätte dies die Exekution für viele Jahre verhindert und eine erneute Diskussion über die Grausamkeit dieser martialischen Strafe befeuert. Michael Nance wurde wegen Mordes bei einem Raubüberfall zum Tode verurteilt. Gerichtsdokumenten zufolge hatte Nance eine Bank überfallen und die Kassierer davor gewarnt, „Farbpäckchen“ zu deponieren. Als Michael Nance zu seinem Fahrzeug ging, explodierte ein Farbbeutel. Nance verließ das Fahrzeug und flüchtete über die Straße zu einem Spirituosengeschäft, wo er ein Fahrzeug stahl und es zu einer tragischen Situation kam, wodurch ein Mann tödlich von einer Kugel getroffen wurde. Hätten sich die Kassierer an seine Anweisung gehalten und keine Farbpäckchen zwischen das Geld gelegt, wäre es nie zu dem tragischen Ende gekommen. Aber Geld ist in dieser kapitalistischen Gesellschaft wohl mehr wert, als alles andere… Wir möchten ergänzend erwähnen, dass Michael Nance mit dem Geld seiner Banküberfälle immer wieder viele arme Menschen unterstützt hat. Das soll keine Rechtfertigung sein, aber ein wichtiger Hinweis darauf, wer Michael Nance wirklich ist. Er hat sicher nicht die Todesstrafe verdient! Verzweifelter Antrag gegen die tödliche Injektion Michael Nance steht vor einem grausamen Dilemma: Er weiß, dass ihm die Giftspritze, die in Georgia die Standard Hinrichtungsmethode ist, aufgrund seines Gesundheitszustandes extreme Schmerzen bereiten wird. Nance leidet an schweren Venenproblemen, die das Legen der für die Giftspritze notwendigen intravenösen Zugänge erschweren. Zudem ist Nance sehr krank und muss oft im Rollstuhl sitzen. All dies könnte dazu führen, dass der tödliche Cocktail nicht wie beabsichtigt wirkt und zu einem qualvollen und langwierigen Tod führt. Um dies zu vermeiden, beantragte Nance, stattdessen durch Erschießen hingerichtet zu werden – eine Methode, die er für weniger schmerzhaft und damit verfassungskonform hält. Doch hier liegt die bittere Ironie: In Georgia ist die Erschießung keine legale Hinrichtungsmethode. Das Gesuch von Nance war also nicht nur ein verzweifelter Versuch, sein eigenes Leiden so gering wie möglich zu halten, sondern auch ein Aufschrei gegen ein System, das ihm keine menschenwürdige Alternative zur Verfügung stellt, wenn es diese bei einer Exekution überhaupt gibt… Die Illusion der Humanität Die tödliche Injektion wird oft als „humanere“ Hinrichtungsmethode dargestellt, doch diese Behauptung ist eine Farce. Zahlreiche medizinische Berichte und Gutachten belegen, dass die Giftspritze oft zu einem qualvollen und langwierigen Todeskampf führt. In Nances Fall ist die Situation noch gravierender, da seine körperliche Verfassung die Wahrscheinlichkeit extremer Schmerzen erhöht. Doch anstatt diese Bedenken ernst zu nehmen, entschied das Gericht, dass Nances Leiden irrelevant sei. Die Entscheidung des Richters, Nances Antrag abzulehnen, ist ein weiterer Beweis dafür, dass es der Justiz nicht um Humanität geht. Im Gegenteil, es geht ihr um die Aufrechterhaltung eines Systems auf der Grundlage von Rache und Vergeltung, wobei der Gedanke der Resozialisierung vollkommen ausgeblendet wird. Die Perversion der Gerechtigkeit Die Perversion in diesem Fall liegt nicht nur in der Hinrichtungsmethode, sondern auch in der Tatsache, dass ein Mensch gezwungen wird, gegen ein System zu kämpfen, das ihm keine Möglichkeit lässt, ein menschenwürdiges Ende zu finden. Nances Bitte um Erschießung ist kein Akt der Rebellion, sondern ein verzweifelter Versuch, sein Leiden zu minimieren. Doch selbst dieses Minimum an Würde wurde ihm verweigert. Die Justiz, die vorgibt, Gerechtigkeit zu schaffen, hat sich hier als Grausamkeitsinstrument entpuppt. Anstatt auf die berechtigten Ängste von Nance einzugehen, hat sie ihn erneut zum Opfer eines Systems gemacht, das auf Gewalt und Unterdrückung basiert. Es ist eine Justiz, die nicht nur versagt, sondern aktiv zur Verlängerung des Leidens beiträgt… Aufruf zur Abschaffung der Todesstrafe Der Fall von Michael Nance ist ein erschütterndes Beispiel für die Notwendigkeit der Abschaffung der Todesstrafe. Sie ist nicht nur unmenschlich, sondern auch ein Relikt aus vergangenen Zeiten, das in einer modernen, zivilisierten Gesellschaft keinen Platz mehr haben darf. Die Entscheidung dieses Richters ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Todesstrafe nicht reformierbar ist – sie muss ein für alle Mal abgeschafft werden. Es ist an der Zeit, dass wir uns als Gesellschaft die Frage stellen, wie hoch der Preis ist, den wir bereit sind, für eine vermeintliche Gerechtigkeit zu zahlen. Dass dieser Preis zu hoch ist, zeigt der Fall Michael Nance. Es ist eine Schande, dass wir in einer Welt, die sich zivilisiert und fortschrittlich nennt, immer noch Menschen auf so grausame Weise hinrichten. Die Todesstrafe ist nicht nur eine Strafe für die Verurteilten, sondern auch eine Strafe für uns alle, die wir zulassen, dass es sie weiterhin gibt. Der Fall von Michael Nance ist ein Weckruf. Es ist an der Zeit, gegen diese Form der Justiz aufzustehen und ihr Ende zu fordern. Denn solange es die Todesstrafe gibt, wird es keine wahre Gerechtigkeit geben – sondern nur noch mehr Leid… Seine Anwälte werden wohl nun noch einmal vor einem Bundesgericht versuchen zu klagen. Folter Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass die jahrzehntelange Unterbringung, meist in Einzelzellen, nebst dem Wissen irgendwann hingerichtet zu werden, für die Gefangenen, sowie für deren Familien und Freunde, eine unerträgliche Folter darstellt. Eine Situation die für jeden Staat eine Schande ist, der noch an dieser schrecklichen Strafe festhält. Wir, die IHfL, stehen seit vielen Jahren mit Michael Nance in Verbindung, werden ihm auch weiterhin zur Seite stehen und ihn unterstützen. (Wer uns dabei helfen möchte, findet hier Gelegenheit dazu. Vielen Dank!) IHfL Peter K. Quellen: https://www.newsbreak.com/share/3812225838612-judge-says-lethal-injection-doesn-t-violate-rights-of-man-on-death-row-avoids-firing-squad-question https://ihfl.de/mn/index.htm https://mycrimelibrary.com/michael-nance-georgia-death-row/ |
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11. März 2022
Der Oberste Gerichtshof der USA hat zugestimmt, den Antrag auf eine weniger schmerzhafte Hinrichtungsmethode von Michael Nance anzuhören. In seinem Antrag weist Michael Nance darauf hin, dass seine Exekution mittels tödlicher Injektion bei ihm zu extremen Schmerzen führen kann. Aus diesem Grund bittet er darum, von einem Erschießungskommando getötet zu werden. Aufgrund seiner damaligen Drogenabhängigkeit sei bei einer tödlichen Injektion zu befürchten, dass im schlimmsten Fall sogar seine Venen platzen könnten. Die American Civil Liberties Union, American Civil Liberties Union of Georgia und das Rutherford Institute (eine gemeinnützige Organisation für Bürgerrechte) unterstützen Michael's Antrag. Unterlagen können hier eingesehen werden: https://www.rutherford.org/files_images/general/3-11-22_Nance_Amicus.pdf Derzeit ist die tödliche Injektion die einzige im US-Bundesstaat Georgia zugelassene Exekutionsmethode. Schon im Jahr 2020 hat Michael Nance um eine alternative Hinrichtungsmethode gebeten, indem er auf seinen gesundheitlichen Zustand verwies. Michael leidet an geschädigten Venen, wodurch das tödliche Gift bei einer Injektion in das angrenzende Gewebe eindringen könnte, dieses Gewebe würde quasi "verbrennen". Auch die beruhigende Wirkung des Injektionsmittels könnte in seiner Wirkung nachlassen, da Michael Nance in den vergangenen Jahren starke Medikamente gegen Rückenschmerzen eingenommen hat. Beides könnte dazu führen, dass Michael Nance bei seiner Hinrichtung furchtbare Schmerzen erleidet. Eine solch schmerzhafte Exekution würde gegen den 8. Verfassungszusatz der USA verstoßen, nach dem „grausame und ungewöhnliche Bestrafungen“ verboten sind. Siehe Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/8._Zusatzartikel_zur_Verfassung_der_Vereinigten_Staaten Unabhängig davon wie am Ende der Oberste Gerichtshof der USA entscheiden wird, muss hier angemerkt werden, dass in den USA immer wieder ähnliche Anträge abgelehnt und dann die Antragsteller hingerichtet wurden... Die Verfassung der USA scheint nicht das Papier wert zu sein auf der sie steht! Wie sagte Michael vor kurzem, nachdem er von seiner Anwältin erfuhr, dass sich der Oberste Gerichtshof der USA mit seinem Antrag befassen will: "Zumindest bringt das noch einmal ca. 2 Jahre Leben..." Es ist ein makaberes, juristisches "Spiel", bei dem es, egal wie es ausgeht, auf jeden Fall einen Verlierer gibt: Michael Nance - der am Ende ermordet werden soll, mit welcher Methode auch immer... - Michael hat die Verantwortung für sein Verbrechen übernommen. - Er streitet nicht ab schwere Fehler in seinem Leben begangen zu haben. - Er hat einen Großteil seines Lebens dafür im Todestrakt dafür gebüßt. Es wäre ebenso ein Verbrechen ihn nun hinzurichten! Michael hat eine zweite Chance verdient! |